Heute ist bei uns "Tag der offenen Tür". Sprich, es latschen Rentner und andere Faulenzer, die Freitagvormittag nicht arbeiten müssen, durch die Hotlines und meinen, sie hätten jetzt Ahnung. Hat man ja auch noch nie gesehen: Menschen, die am PC arbeiten und telefonieren...HAMMER!
Jeder von denen muss eine Datenschutz Erklärung unterschreiben, schließlich sehen die ja teilweise Kundendaten auf den Bildschirmen. Ich weiß ja nicht, mir wäre es nicht egal, wenn Kreti und Pleti meine Addresse sehen können...aber egal.
Selbstverständlich musste hier alles auf Vordermann gebracht werden und alle versuchen, einen möglichst beschäftigten Eindruck zu machen.
Irgendwie geht das alles an der Realität vorbei. Besser wäre das Motto gewesen: "Wie beute ich Menschen aus" für Jung-Manager.
Naja, vielleicht haben wir Glück und jemand gibt uns eine Banane...wie den Affen im Zoo.
Freitag, 10. Oktober 2008
Tag der offenen Tür
Montag, 6. Oktober 2008
Stromausfall Lyrik
02.10.2008: Stromausfall im Callcenter und Nachbargebäuden. Wie es offiziell hieß, hat ein "desorientierter Baggerfahrer" ein Kabel durchtrennt.
Dieser ominöse Baggerfahrer, der anscheinend auch bei diversen anderen Baustellen DSL Leitungen beschädigt. Ich frage mich, ob die organisiert sind. Kabeldurchtrenner Verband oder sowas? Auf jeden Fall muss es eine konspirative Vereinigung sein, schließlich ist in 90% der Fälle von einem "Baggerfahrer" die Rede. Ich glaube ich bin da einer ganz heißen Sache auf der Spur!
Im dunkeln sitzend brachte ein Kollege diese Worte zu Papier, respektive an das Whiteboard:
18:25 Uhr: Stromausfall
18:45 Uhr: Es wird immer dunkler
18:50 Uhr: Irgendwer fängt an, mich anzufassen
18:55 Uhr: Langsam fühlt es sich gut an und ich hasse mich dafür
Montag, 1. September 2008
man ist, was man isst
***UPDATE***
Als ich heute, nach 2 wöchiger Abwesenheit wegen einer OP) durchs Gebäude schlender steht aufeinmal Traute vor mir. She is back. YAY! Müssen sich wohl doch einige beschwert haben =)
****UPDATE 2**
Das Management wurde lange nicht mehr in der Kantine gesehen, dafür regelmäßig in diversen Restaurants rund um die Förde. Es scheint, als wäre das Projekt LOUNGE von höchster Stelle aufgegeben worden. TSCHAKKA!
Vorweg, ja ich habe Verständnis, dass es in einer Kantine nicht wie bei Mutti schmeckt. Und auch dafür, dass es schwierig ist, den Geschmack von 1200 Leuten zu treffen.
Das hat aber mal funktioniert. Im alten Gebäude hatten wir Traute und ihr Team. Traute hat selbst gekocht und dementsprechend hat es geschmeckt, nämlich frisch. Mit Liebe zubereitet, ja das ist eine wichtige Zutat. Nach dem Umzug in das neue Gebäude hat sich alles geändert, da die Kantine einer unglaublich modernen, hippen und völlig ungemütlichen (da durchsgestylten) LOUNGE weichen musste. Hört sich doch viel besser an, wenn das Management in die LOUNGE geht anstatt in die Kantine.
Ja, es wird alles gleich viel toller, wenns einen englischen Namen bekommt. Es wirkt so international, so New Economy. Wie auch immer, es ist nicht genug Platz um eine richtige Kantine zu betreiben, also wird convenient food serviert. Das schmeckt genau so, wie es sich anhört. Unweigerlich denkt man an halbgares, lauwarmes Essen auf dem transatlantik Flug. Aus dem Plastiktopf. Wabbelig-Mukoid.
Da also kochen nicht mehr in dem Umfang möglich war, hat man einen Caterer angeheuert. Appetito heißt der Laden. Hört sich gut an, oder? Alles ist vorgefertigtes, dem Aussehen nach zu urteilen vorgekautes Zeug. Kann man alles essen, wenn man den Würgereflex trainiert hat. Neulich gab es "Rindergeschnetzeltes an Bandnudeln". Hierbei ist zu beachten, dass es nicht MIT sondern AN heißt. Klingt doch gleich viel hochwertiger. Genauso wie LOUNGE.
Es waren bis zur Unendlichkeit zerkochte GRÜNE Bandnudeln, die einem in eine Terrine geschaufelt und dann mit einem Schwenk aus der Kelle mit braunem Zeug ersäuft wurde. Hört sich schon anders an als "Rindergeschnetzeltes AN Bandnudeln". Grün und braun vermischen sich in einem sinnlichen Farbrausch, der mich an das Windelwechseln meines Neffen erinnert. Das "Geschnetzelte" war nahezu püriert, hie und da konnte ich einen Brocken ausmachen. Mag Fleisch gewesen sein. Ich teile der neuen, unglaublich freshen Chefin mit, dass das Ganze sehr nach Hunde und/oder Katzenfutter aussieht, das Auge würde doch mit essen. Ok, diplomatisch ist anders. Ich mag mich wie ich bin.
So, wenn man die Schlange** hinter sich gelassen, den Kampf um den Sitzplatz gewonnen und den Ekel überwunden hat, dann kommt der Moment, in dem die Geschmacksknospen Arschvergewaltigt werden. Kein schönes Wort, ist auch kein schönes Gefühl. Geschmack mag ich in dem Zusammenhang nicht schreiben.
Jetzt die Frage, wieso ist Traute nicht mehr da? Die hatte sogar in der neuen Lounge selbst gekocht, nicht alles, schließlich will Appetito seine Pampe ja loswerden. Aber das, was frisch zubereitet wurde schmeckte eben. Es ging eine E-Mail herum, in der bekanntgegeben wurde, dass Traute in Urlaub ist und danach nicht wieder kommt. Es ranken sich wilde Gerüchte warum und wieso, erfahren werden wir es wohl nie.
So, da nun die Kan...Lounge...fest in Würgetitos Hand ist, gibts nur noch Pampe. Es fällt natürlich auch dem Management auf, dass die Kantine oftmals leer steht und nun wird versucht, den Kadaver wiederzubeleben. Erinnert mich irgendwie an den Hackbraten, den es mal gab.
Traute, an dieser Stelle vielen Dank für Jahre des Schmausens, die vielen Gespräche, dein offenes Ohr, deine großzügigen Nachschläge (ja die WOLLTE man), an die verbrannten halben Hühner, dein barsches Zurechtweisen, wenn man nicht abgeräumt hat und, vorallem, deine persönliche Nähe.
@ Appetito: Brennt in der Hölle.
@ Management: schön, dass es euch auffällt, dass die Kantine nicht optimal ist. Vielleicht schafft ihr es ja, das Vertrauen der Leute wieder herzustellen, einen vernünftigen Caterer zu finden, die Lounge in einen gemütlichen Ort zu verwandeln und genießbares Essen zu vernünftigen Preisen anzubieten. Dann gehe ich da auch wieder hin.
**Es essen noch immer Leute in der Kantine. Wieso weiß ich nicht, für das Geld bekommt man nach 2 Gehminuten richtiges Essen im Sophienhof.
Donnerstag, 21. August 2008
Bohrschablonen
Kunde meldet sich an der Hotline. Er hat seinen NTBA mit Hilfe der beiliegenden Montage-Schablone an der Wand anbringen wollen. Jetzt sei der NTBA kaputt.
Das Gerät hat in der Tat kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben, es wurde gerätselt und geraten, bis der Kunde ein "kleines" Detail erwähnte:
Kd: Ich habe die Schablone auf den NTBA gelegt und die Löcher gekennzeichnet und dann reingebohrt.
CCA: Reingebohrt? IN den NTBA??
Kd: Ja, aber genau an den Stellen, die die Schablone vorgesehen hat! Ich war sehr vorsichtig!
CCA: lang anhaltendes, schallendes Gelächter.
So geht es richtig:
Die Schablone muss an die Wand gehalten werden, dann bohrt man die Löcher in die WAND und hängt den NTBA dann an den Schrauben auf.
Man kann aber auch durch den NTBA bohren, 8 cm lange Schrauben durch die Platine jagen und das Ding damit an die Wand nageln. Raucht halt dann ein bisschen und riecht streng.